ISIC Wahlplakatanalyse
In Zusammenarbeit mit politik-visuell.de führt das Image, Space and Interaction Center Furtwangen (ISIC) eine qualitative Wahlplakatanalyse durch. Internet-Nutzer haben dabei die Möglichkeit, an einer Forumsdiskussion zu ausgewählten Wahlplakaten teilzunehmen. Die Auswertungen der Bildwissenschaftler aus Furtwangen werden nach Abschluss der Befragung veröffentlicht.
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Vorgehen einer Online-Bildwirkungsanalyse
Für unsere Wahlplakatanalyse nutzen wir Onlinemethoden der empirischen Sozialforschung. Da dezentrale face-to-face-Gruppendiskussionen zu aufwendig sind, laden wir zu Online-Diskussionsforen auf unserer Website www.visualstudies.de ein. Foren simulieren eine alltagsnahe Kommunikation über Bilder, hier Wahlplakate. Durch die Anonymisierung können offene und begründungsintensive Beiträge erwartet werden. Basis des methodischen Vorgehens ist dann die Analyse der entstandenen „elektronischen Prozessdaten“ (Foreneinträge) mittels einer Software für qualitative Datenanalyse. Das Ziel ist die Rekonstruktion typischer Argumentationsmuster über die Plakate: Was gefällt? Wo regt sich Widerspruch? Welche Irritationen gibt es aus Sicht der Betrachter? Welche Assoziationen entstehen? Welche (tages-)politischen Ereignisse wirken sich auf die Wahrnehmung der Plakate aus? Werden diese Fragen exemplarisch beantwortet, ist damit ein Ausblick auf einen „intersubjektiven Interpretationsrahmen“ im Kontext eines gemeinsamen „Bilderfahrungsraums“ zum Zeitpunkt des Wahlkampfes möglich. Mit diesem Vorgehen können zwar keine „repräsentativen“ Aussagen über Wahlplakate getroffen werden.

ISIC Screenshot der Online-Bildwirkungsanalyse
Unsere Analyse ist jedoch ein verlässliches Stimmungsbarometer und eine plausible Trendanalyse, die sich aus den Kommentaren der Betrachter selbst und nicht nur aus Häkchen in einem standardisierten Fragebogen speist. Vor dem Hintergrund unserer bisherigen Erfahrungen mit Wahlplakaten können wir die erhobenen Kommentare qualitativ angemessen beurteilen. Das hier beschriebene Vorgehen wurde bereits im Pilotprojekt „selling politics“ zu den Plakaten der agenda 2010 (in Kombination mit Live-Chats) sowie bei der Analyse der Wahlplakate bei der Bundestagswahl 2005 eingesetzt.
Wirkungsforschung zu Visualität und Virtualität
Das Image, Space and Interaction Center Furtwangen (ISIC) betreibt interdisziplinäre, bildwissenschaftliche Forschung mit Hilfe innovativer Technologien an der Fakultät Digitale Medien der Hochschule Furtwangen. Hier findet sich ein ideales Umfeld für Forschung zu immersiven und kommunikativen Bildwirkungen. Das Ziel ist dabei die Bündelung fachübergreifender Kompetenzen aus Gestaltung, Technik, Sozialwissenschaft und Informatik in Forschung, Lehre und Anwendung.
Eine empirisch fundierte sowie technisch ausgereifte Methode zur Bestimmung der kommunkativen Leistung von Bildern und Plakaten, ist VERA ICON, die Bildwirkungsanalyse mit dokumentarischen Online-Gruppendiskussionen.
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Ein komplexes Pilotprojekt, in dem ebenfalls der interdisziplinäre Ansatz verwirklicht wurde, ist VERTEX, ein Plakatwirkungstest auf der Basis virtueller Stadtrundgänge zur Bestimmung der unbewussten Aufmerksamkeitsleistung gegenüber visuellen Reizen.
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Image, Space and Interaction Center Furtwangen (ISIC)



